Für Umformprozesse werden häufig EP-Additive mit einem Gesamtschwefelanteil von ca. 15% verwendet. Daher wurde diese Additivklasse besonders gründlich untersucht.
Im folgenden sind exemplarisch die Resultate von vier kommerziell verfügbaren Produkten dargestellt:
- SC 1, geschwefelter Ester / Olefin
- SC 2, Polysulfid / Ester , 15% Gesamtschwefel
- SC 3, konventionell geschwefeltes Lardöl, 15% SSC 4
- Additin RC 2515
Referenz Paraffinisches Grundöl, ISO VG 220
Obwohl diese Additive gemäß der Angaben im Datenblatt ähnlich sind, ergab die Prüfung doch gravierende Unterschiede: Bild 1 zeigt die Einpresskraft über dem Einpreßweg, Bild 2 beschreibt den relativen Oberflächenverschleiß.
SC 1 zeigte die höchste Reibungskräfte und 80% Oberflächenverschleiß bzw. Kaltverschweißung. Die niedere Viskosität und der hohe Aktivschwefelanteil führen zu einem schwach ausgeprägten Filmbildverhalten und damit einer schlechten Schmierfilmausbildung auf der Metalloberfläche.
SC 2 weist schlechtere Reibwerte als das Basisöl auf. Der Polysulfidanteil ist der Grund für die hohen Reibkräfte, Polysulfide enthalten einen hohen Anteil an Aktivschwefel im Molekül. Dieser Aktivschwefel ist für die Erhöhung der Reibung in Schmierstoffsystemen verantwortlich.
SC 3 ist ein gebräuchliches Additiv mit mittlerer Reibperformance.
SC 4 Additin RC 2515 zeigt die geringste Oberflächenverschleiß und die niedrigste Reibkraft aller getesteten Öle. Durch seine ausgezeichneten Adsorptionsfähigkeit zieht es sehr gut auf die Metalloberfläche auf und bewirkt daher einen hervorragenden Schutz gegen Adhäsionsverschleiß.




