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Einpressen / Umformen / Feinschneiden

 

Durch die Verfügbarkeit neuer Technologien und Werkzeuge werden immer häufiger spanlose Bearbeitungsverfahren verwendet, die eine kostengünstigere Herstellung von Werkstücken ermöglichen und zur Produktivitätssteigerung beitragen. Zur fehlerfreien Beherrschung von Umformprozessen  werden leistungsfähige Metallbearbeitungsmedien benötigt, die u.a. einen wirksamen Schutz gegen Adhäsionsverschleiß bieten.

 

Die meisten Umformprozesse sind gekennzeichnet durch

  • geringe Relativgeschwindigkeiten
  • verhältnismäßig niedrige Temperatur
  • hohe Flächenpressungen
  • hochaktivierte Metalloberflächen
  • Grenzreibungsbedingungen mit geringem hydrodynamischen Anteil

 

Diese Bedingungen werden im Einpresstest (siehe Abbildung) simuliert: Ein Übermaßbolzen wird mit einer konstanten Gleitgeschwindigkeit im Bereich von 20...200 mm/min (typ. 50 mm/min) in eine Matrize ein- und wieder ausgepresst. Dabei steigt die Presskraft bei sinkender Geschwindkeit stark an, was auf die Zunahme von Grenzreibungsbedingungen zurückgeführt werden kann. Als Gütekriterien für das Lasttrage- und Verschleißschutzvermögen des geprüften Schmierstoffes werden die Höhe der Presskraft sowie der relative Anteil des Oberflächenverschleißes auf den Reibpartnern herangezogen.

 

Der Einpresstest ist eine praxisnahe Prüfmethode zur qualitativen Bewertung der Eignung von Additiven für  Umformprozesse wie z.B. Tiefzug, Rohrzug, Feinschneiden, Innenhochdruckumformen.