

Rhenogran® XLA-60 und Rhenogran® HPCA-50 wurden entwickelt um den Beschleuniger N,N’-Di-ortho-toluylguanidin (DOTG) in Acrylat- Kautschukmischungen zu substituieren.
Acrylatkautschuke werden heute in der Automobilindustrie insbesondere für hochtemperaturfeste Bauteile eingesetzt, wie z.B. Dichtungen oder Schläuche. Die Vulkanisate bieten ausgewogene Eigenschaften bezüglich Medien- und Temperaturbeständigkeit, sowie Tieftemperaturflexibilität.
Bei der Vernetzung von Acrylatkautschuken mit einem System aus Hexamethylendiamin- carbamat (HMDC) und N,N’-Di-ortho-toluylguanidin (DOTG) treten in gesundheitsgefährdendem Maße Emissionen von o-Toluidin auf. Neueren Studien zufolge kann o-Toluidin Krebs auslösen. Es wurde 2006 in der MAK- und BAT-Werteliste der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Krebs erzeugend Kategorie 1 klassifiziert (DFG, Ausgabe 2006). O-Toluidin kann auch aus mit DOTG hergestellten Vulkanisaten freigesetzt werden. Es wird daher in der Kautschuk verarbeitenden Industrie zunehmend als gesundheitliches Risikopotenzial gesehen. Rhein Chemie stellt eine in dieser Hinsicht unbedenklichere Alternative zu DOTG vor. Die neu entwickelten Produkte Rhenogran® XLA-60 und Rhenogran® HPCA-50 übernehmen in Kombination mit HMDC die Funktion von DOTG und schließen die Bildung von o-Toluidin sicher aus.
Folgende Einflüsse auf das Vulkanisationsverhalten und die physikalischen Eigenschaften wurden bei der Verwendung von Rhenogran® XLA-60 und Rhenogran® HPCA-50 beobachtet:
- geringes Gefährdungspotential für Menschen und Umwelt
- gute Verarbeitbarkeit
- gleichwertige physikalische Eigenschaften
- niedrige Druckverformungsrest-Werte
- z. T. bessere dynamische Eigenschaften
- vergleichbare Alterungs- und Ölbeständigkeit
- gute Lagerstabilität bei Raumtemperatur
Für die Vernetzung von Acrylatkautschuken bietet Rhein Chemie auch eine Reihe spezieller Vernetzungsagenzien und Additive an, wie z.B. Rhenogran® HMDC-70/AEMD, Rhenogran® ZDDT-50, Aflux® 18.


